Argentinischer Tango eindrucksvoll dargeboten

Duo D’Ané ließ die Zuhörer tief in die Musikalität von Astor Piazzolla eintauchen Im gut besetzten kleinen Saal der Musikschule Besigheim präsentierten am vergangenen Samstag die Klarinettistin Elke Bürger und die Akkordeonspielerin Janina Rüger einen Querschnitt aus der Bandbreite ihres Repertoires. Den Abend widmeten sie dem argentinischen Tangokomponisten Astor Piazzolla. Zu dessen Verbundenheit mit dem argentinischen Tango gab Janina Rüger den Zuhörern zunächst einen kleinen Einblick in seinen Lebenslauf. Piazzolla und der argentinische Tango … das war zumindest keine Liebe auf den ersten Blick. In seinen Kinder- und Jugendjahren lebte Piazzolla in den Straßen von New York und musikalisch brannte er für Bach und Jazz. Tango kannte er von Papas Schallplatten – und er interessierte sich kein bisschen dafür. Erst ein berühmter argentinischer Tangostar brachte ihm den Tango näher. Und als seine Familie einige Jahre später in die Heimat Argentinien zurückkehrte und er dort den Tango hörte, war es um ihn geschehen. Das wollte er machen. Er arrangierte, komponierte und spielte in Tangoorchestern. Der Violentango von Piazzolla ließ die Zuhörer erahnen, was sie an diesem Abend vom Duo D’Ané zu hören bekommen würden. Nach der Darbietung des ersten Musikstücks mittels Klarinette und Akkordeon folgte von den Zuhörern ein lang anhaltender Beifall. Das die Tangokompositionen von Piazzolla auch maßgeblich von seiner Pariser Professorin Nadia Boulanger beinflusst wurden, zeigte sich im zweiten Musikstück Trois Pieces, welches von Boulanger komponiert wurde. Die weitere Entwicklung des künstlerischen Schaffens von Piazzolla konnten die Gäste im kleinen Saal der Musikschule im Stück Novitango hören, welches Bürger und Rüger ihnen gekonnt darboten. Der Tango „Cancion al arbol del olvido“ (Deutsche Übersetzung: Baum des Vergessens), welcher von Piazzolla’s argentinischem Kompositionslehrer Alberto Ginastera geschaffen wurde, wurde in einer eindrucksvollen Situationsbeschreibung den Zuhörern vermittelt. Janina Rüger begann verhaltend auf dem Akkordeon zu spielen an und Elke Bürger gesellte sich nach einführendem Klarinettenspiel zur gemeinsamen Darbietung dazu. Dass der Beifall für diese Darbietung lange anhielt, war somit nicht verwunderlich. Dass Piazzolla den Argentinischen Tango revolutionierte und den Tango Nuevo kreierte, mit dem er sich viele Feinde unter den Argentinischen Traditionalisten machte, mit dem er aber letztlich Weltruhm erlangte, bewiesen Bürger und Rüger eindrucksvoll durch das nächste dargebotene Musikstück Café 1930. Auch hier sparten die Zuhörer nicht mit Beifall und waren gespannt auf die nächsten Stücke, die das Duo D’Ané ihnen darbieten würde. Im Tango Por Una Cabeza führte die Klarinette in den Tango ein, bevor das Akkordeon die Tonreihen ergänzte und beide mit einem leichten einfühlsamen Zuspiel die Darbietung gekonnt ausklingen ließen. Der letzte, im offiziellen Programmteil präsentierte Tango zeigten beide Künstlerinnen, wie gut sie sich mit ihren beiden Instrumenten ergänzten. Übernahm einmal die Klarinette die Führungsrolle, während das Akkordeon nur die Begleitung spielte, wechselten in der Darbietung die Rollen, dass das Akkordeon sich in den Vordergrund spielte und die Klarinette als Begleitinstrument dazu harmonierte. Zudem wurde bei diesem Tango die Tonreihenfolge merklich schneller dargeboten, um sich dann wieder zurückzunehmen, damit die Zuhörer besser in die Musik „eintauchen“ konnten. Mit der ersten Zugabe, dem Libertango und dem nachfolgenden zweiten Stück von Piazzolla ließen beide Künstlerinnen einen wundervollen Tangoabend ausklingen.

(Artikel von Karl-Heinz Müller)

Der Pressetext!

Konzert „Tango D’Ané“ mit Elke Bürger (Klarinette) und Janina Rüger (Akkordeon)

Am Samstag, den 28. April findet in der Musikschule im Steinhaus Besigheim ein Konzert unter dem Motto „Tango D’Ané“ statt. „D´Ané“ sind die beiden Musikerinnen Elke Bürger und Janina Rüger, die in der im klassischen Bereich ungewöhnlichen Besetzung Klarinette und Akkordeon agieren. Seit 2010 erarbeiten sich die Beiden ein Repertoire, das von Arrangements aus dem Barock über Ausflüge in die Romantik bis hin zu Adaptionen jiddischer Klezmermusik, Werken aus Astor Piazollas Feder und Originalkompositionen für diese Besetzung einen großen Bogen spannt. Keine Schublade, die sich vielleicht zunächst bei dieser Instrumentenkombination aufdrängen mag, passt für das Duo, das sich 2014 für den internationalen Kammermusikwettbewerb „TIM“ in Paris qualifiziert hat.

Das aktuelle Programm „Astor und der argentinische Tango“ das anlässlich des 25. Todestag von Astor Piazzollas erarbeitet wurde beschäftigt sich mit Werken des Meisters sowie seinen wichtigen Wegweisern Carlos Gardel, Alberto Ginastera und Nadia Boulanger. Bekannte Tangos wie zum Bespiel der „Libertango”, “Nightclub 1960” oder “Por Una Cabeza” erklingen in Eigenarrangements in einem völlig neuem Klangkleid.

Die aus Frankfurt am Main stammende Klarinettistin Elke Bürger studierte an den Hochschulen für Musik in Detmold, Graz und Trossingen. Seit 2009 unterrichtet Elke Bürger erfolgreich an der Musikschule Besigheim. Erst vor kurzem wurde ein Schüler aus ihrer Klasse beim Jugend musiziert Landeswettbewerb mit einem ersten Preis ausgezeichnet. Die Musikerin arbeitete bereits mit namhaften Künstlern wie z.B. Yehudi Menuhin, Justus Frantz und Gerhard Oppitz zusammen.

Janina Rüger studierte am Hohner-Konservatorium Trossingen sowie in Florenz. Sie besuchte zahlreiche Kammermusik- und Meisterkurse. Regelmäßig ist sie Jurorin bei verschiedenen Wettbewerben für Akkordeon. Außerdem konzertiert sie mit einem Soloprogramm aus Renaissance, Barock, Klassik und Neuer Musik in verschiedenen kammermusikalischen Formationen mit denen sie im In- und Ausland aktiv ist.

Das Tango-Konzert beginnt um 19.30 Uhr im Kleinen Saal der Musikschule Besigheim. Der Eintritt ist frei.

Noch einmal heißer Tango!

Más Que Dos wieder mit Tänzen zum zuhören

Die Musik, der sich das Trio Más Que Dos mit dem aktuellen Programm „Danzas cantadas“ widmet, schöpft aus der spanischen und katalanischen Heimat der Sängerin. Habanera, Sardana, Zapateado und Vals … Gesungene Tänze in ungewöhnlicher Besetzung mit furiosen Kastagnetten und schmelzender Mundharmonika verfeinert.

Piazzolla – auch 25 Jahre nach seinem Tod mitreißend!

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08.10.2017, Petruskirche Obertürkheim
letztes Spazierweg-Konzert in 2017!

Publikumsreaktionen:

Ich bin seit 40 Jahren mit einem Argentinier verheiratet – aber das ist das erste Mal, dass mir ein Tangokonzert gefallen hat!“

„So, wie gestern Abend der Beifall am Ende des Konzerts war und wie es mir auch anschließend viele Zuhörer vermittelt haben, ist Ihr Konzert hier in der Petruskirche auf große Begeisterung gestoßen. Die dargebotene Musik war sehr abwechslungsreich mit vielen Schattierungen in allen Richtungen, teilweise dramatisch, dann wieder ruhig und intim. Selbst noch in der Nacht schwirrte die Musik in meinem Kopf herum.
Nochmals vielen Dank für dieses eindrucksvolle und berührende Konzert von Ihnen Beiden.“

D´Ané spielt wieder Piazzolla!

Spazierwegkonzerte_ 2017

Solitude Soirée: Begeisterung bei vollem Haus!

Photos by Christoph Marquardt and Frank Bürger

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Bei schönem Wetter und angenehm sommerlichen Temperaturen strömten die Konzertbesucher am Sonntagnachmittag zuhauf in die wunderschöne, weiße Schlosskapelle des Stuttgarter Schloss Solitude.
Was war da los?
„Más Que Dos“, zu deutsch „mehr als Zwei“, luden am 16.07.2017 zur SOLITUDE SOIRÉE, die von April bis Oktober wöchentlich dort stattfindet. Es kamen Gäste aus nah und fern, spontane Besucher des Schlosses ebenso wie treues Stammpublikum der SOLITUDE SOIRÉE und Fans des Trios.

Dies sind Anna Escala (Sopran), Elke Bürger (Klarinette) und Janina Rüger (Akkordeon). Seit zwei Jahren arbeitet das Stuttgarter Ensemble zusammen und präsentierte nun „Danzas cantadas“, gesungene Tänze.
Das Publikum durfte sitzenbleiben und katalanischen und südamerikanischen Werken lauschen, die teils anspruchsvolle Konzertliteratur darstellten (wie die Bachianas Brasileiras No.5 von Heitor Villa-Lobos), aber auch bekannte Melodien (wie die Habanera aus „Carmen“) und Sardana, Vals und Martelo.
In verschiedenen Besetzungen wurde musiziert, und da sich das Trio aus dem langjährigen „Duo Áne“ und Sopran gebildet hat (daher der Ensemblename), gab es auch Tangos von Ástor Piazzolla aus dem aktuellen Programm von D´Ané zu hören.
Ebenfalls interessant zu hören – und zu sehen – waren Mundharmonika (Anna Escala) sowie erstmals Bassklarinette (Elke Bürger).

Das Trio „Mas Que Dos“ reizte den Saal dynamisch in seiner vollen Bandbreite aus, schlug das Publikum für eine Stunde mit romantischen Melodien in seinen Bann und mischte es mit feurigen Rhythmen auf.
Die Zugabe war ein schneller Zapateado und wieder überraschend, denn in „La Tarantula“ griff Anna Escala zu Kastagnetten und heizte die Stimmung ein letztes Mal an.

 

Publikumsreaktionen:
„Danke für das wunderschöne Konzert heute Abend, welches wir sehr genossen haben. Ihr seid ein prima Team und habt sehr inspirierend musiziert. Schön, wie ihr die dynamischen Bandbreiten voll auslotet und euer Publikum in dem Bann zieht. Weiter so!“

„Euer Konzert war super schön heute, die Mischung hat für mich perfekt gepasst: leichtere, aber auch ein wenig schwerere Kost sind mit dabei gewesen. Und deine Worte (Janina), die die Stücke eingeleitet haben, waren so schön klar und mit authentischer Leidenschaft erklärt – konnte damit die Stücke danach noch besser greifen.“

Más Que Dos! (Anna Escala und D‘ Ané)                                             bei der Stuttgarter Solitude Soiree 

Danzas cantadas – gesungene Tänze

Lieder und Rhythmen aus Spanien und Südamerika: Habanera, Sardana, Tango, Vals und Zapateado in ungewöhnlicher Besetzung,
mit furiosen Kastagnetten und schmelzender Mundharmonika verfeinert –
und keineswegs getanzt!


                                         

HEUTE, 25. März 2017!

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Lange Nacht der Museen Stuttgart – wir sind dabei!

 

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am Samstag, den 25. März 2017 um 20:00 Uhr im XLab, Überkinger Str. 11 (klicke HIER)